tobiasjung.net

SweetMail

Hat es überhaupt Sinn, über ein Programm zu schreiben, das offensichtlich nicht mehr weiterentwickelt wird?
Ich weiß es auch nicht genau.
Aber erstens ist SweetMail auch in der aktuellen Version ein gutes Programm, zweitens ist ein Nachfolger angekündigt (auch wenn dieser nicht so richtig in die Gänge zu kommen scheint), und drittens – wer weiß? Auch andere Programme sind schon überraschend »wiederbelebt« worden. Vielleicht wird sich ja auch bei SweetMail eines Tages wieder etwas tun...

Aktuelle Meldungen (März 2004)

Leider komme ich derzeit nicht dazu, diesen Artikel so richtig zu überarbeiten – aber zwei aktuelle Informationen will ich nicht verschweigen:

  1. Ich selbst arbeite nicht mehr mit SweetMail, sondern bin auf Eudora umgestiegen. Aber nur, weil ich mich so entschieden habe, heißt das noch lange nicht, dass SweetMail kein gutes Programm wäre...
  2. Tatsächlich findet sich nun neue SweetMail-Version im Web. Der einzige Unterschied zur letzten, zwei Jahre alten Version scheint aber zu sein, dass SweetMail nun Freeware ist.Mehr darüber auf der SweetMail-Downloadseite.

 
 

Grundsätzliches

SweetMail ist ein eMail-Client für POP-Accounts (IMAP wird nicht unterstützt), der unter classic MacOS (ab 7.5) und MacOS X läuft. Das Programm stammt aus Japan; eine deutsche Benutzeroberfläche ist verfügbar (auch wenn ich die englische bevorzuge, wie in den Screenshots zu sehen ist).

Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich SweetMail von vielen anderen Clients: Meistens arbeiten Mailer mit einem mehrteiligen Fenster, das z.B. auf der linken Seite die Liste der Ordner anbietet, rechts oben eine Liste der Mails des gerade gewählten Ordners, rechts unten eine Vorschau auf die gerade gewählte Mail.
Nicht so in SweetMail, das mit mehreren Fenster arbeitet.


SweetMail arbeitet mit mehreren Fenstern.
Bei Klick auf das Bild wird eine große Version angezeigt (ca. 200 KByte).

Für mich ist schon das ein wichtiges Argument für SweetMail – ich mag diese mehrteiligen Fenster anderer Programme nicht.
Das ist natürliche eine Sache des persönlichen Geschmacks und da man eigentlich nie genug Platz auf dem Bildschirm hat, mag man jetzt einwenden, dass eine mehrteilige Fensteransicht platzsparender ist. Ich werde aber noch ausfüren, warum gerade das Konzept mehrerer Fenster bei Platzproblemen hilfreich sein kann.

SweetMail kann mehrere eMail-Accounts verwalten (das ist heutzutage sicher nichts besonderes mehr). Mehrere Benutzer sind ebenfalls möglich, allerdings nicht im laufenden Betrieb umschaltbar.
Mails können in benutzerdefinierten Ordnern (samt Unter-Ordnern, Unter-Unter-Ordnern...) abgelegt werden; das Einsortieren kann manuell oder per Filter erledigt werden.
Die Mails selbst werden nicht etwa in eine proprietären Format gesichert, sondern als »normale« Textdatei abgelegt, die man zur Not auch in einem Texteditor ansehen kann, für jeden Ordner wird eine solche Datei angelegt.
Diese Dateien können von anderen Mailern eingelesen werden, sofern diese das »UNIX-Postfach-Format« importieren können. Ebenso importiert SweetMail Dateien von anderen Clients, die dieses Format anlegen können.
Desweiteren importiert SweetMail Maildateien von Eudora, Netscape Communicator, Arena, ++Mail (was auch immer das für ein Client sein mag) und die Text-Exporte von Outlook Express.
Darüber hinaus klappt der Import von manchen Versionen von Musashi und Postino.

HTML-Mails werden nicht unterstützt – für manche Leute sicher ein Nachteil, in meinen Augen allerdings ein Vorteil (ganz einfach, weil ich keine HTML-Mails mag). Bei empfangenen Mails weist ein Icon auf einen eventuell vorhandenen HTML-Teil hin, ein Doppelklick auf diese Icon startet auf Wunsch dem im System angemeldeten Standardbrowser.
Natürlich beherrscht SweetMail Anhänge beim Versenden und Empfangen, beim Versand hat man die Wahl zwischen BinHex-, AppleDouble- und Base64-Codierung.
 

Soweit die grundsätzlichen Funktionen von SweetMail, als nächstes gehen wir etwas mehr ins Detail.
Ich beginne dabei mit dem wohl wichtigesten Grund, weshalb ich mich für SweetMail entschieden habe: Der Möglichkeit, sich über die auf dem Server bereitliegenden Mails zu informieren (und sie ggf. direkt zu löschen), ohne sie zuvor herunterladen zu müssen.

Nächste Seite:  weiter SweetMail – Fernabfrage
 

Kapitel dieses Artikels:

 

Navigation
Startseite
Blog
Schnupftabak
Mac-Soft
Profont DL